Deaf Ohr Alive - Die Blog-Cummunity der DCIG

Kopfhörerparty

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Die Vielfalt des Hörens ist genauso groß, wie die Vielfalt des Nichthörens. Deswegen gibt es auch verschiedene Hilfsmittel, die helfen die Welt zu verstehen. Das CI, das Hörgerät und das Knochenleitungshörgerät in verschiedenen Formen.

Zu meiner Person. Seit meinem 16. Lebensmonat trage ich auf beiden Seiten ein Knochenleitungshörgerät. Die Geräte trage ich, weil meine Gehörgange verknöchert sind und das operative Öffnen nicht möglich ist. Jedenfalls kann man sich das so vorstellen, dass ich ohne Geräte so höre, als hätte man Wattebäusche in den Ohren ( also die Normalhörenden können sich das jetzt am besten vorstellen….). Die Geräte nehmen die Geräusche der Umwelt über ein Mikrofon auf und verstärken sie.

Dafür das ich schlecht höre, höre ich gut. Trotzdem muss ich mich auch den Herausforderungen des Alltages stellen, wie das Telefonieren, den Wind der durch die Geräte pfeift oder den Gruppenveranstaltungen mit lauter Geräuschkulisse.

Zurück zu den Knochenleitungsgeräten. Diese habe ich bis zu meinem 13. Lebensjahr in einem dicken Stirnband von FILS oder Adidas getragen.  Ästhetisch sah es nie aus und in der Pubertät litt  ich ziemlich darunter. Dann kam die Erlösung. Die Fixierung der Geräte an einen Stirnreif. Ein Accessoire mit Funktion. Durch meine dicken Locken sind die Geräte gar nicht mehr aufgefallen. Die Lebensqualität hatte sich schlagartig verbessert.

Natürlich gehen sie auch mal kaputt, so wie vor ein paar Monaten. Zum Glück konnte meine Akustikerin gleich mit einem Leihgerät, einem Baha von Cochlea (Knochenleitungsgerrät , Mikro und Verstärker in einem) aushelfen. Allerdings waren die Geräte an einem Stirnband befestigt. Das war viel schmaler, als die die ich damals hatte und fast so braun wie meine Haare, fiel also kaum auf. Aber ich musste es die ganze Zeit vorne, ganz nah an der Stirn tragen, sonst wäre es immer nach hinten gerutscht. Die Schiebreglerschnalle, mit der man das Band verstellen konnte saß genau mitten auf der Stirn. Einige haben es überhaupt nicht bemerkt und andere fragten, ob es ein BH- Band wäre. Mit dem Band habe ich mich  unwohl gefühlt und konnte es kaum erwarten, nach unendlichen drei Monaten, meine Geräte wieder abzuholen. Die Firma ist normalerweise immer schnell bei der Reparatur, aber zu meinen Leidwesen,  ließen sie sich diesmal ordentlich Zeit.

Da ich glaube, dass nichts einfach so passiert, hat sich das Warten gelohnt. Denn wenn es nicht so lange gedauert hätte, hätte sich folgende Konversation mit meiner neuen Kollegin nicht abgespielt:

Mit meinen Kollegen war ich auf einer Kopfhörerparty. ‘Kann ich das alles auch hören, also sind die Kopfhörer laut genug und haben sie ordentlich Bass?’, dachte ich. Den Gedanken teilte ich mit meinen Kollegen. Dennoch beschloss ich mit zu gehen, da ihrer Meinung nach, auch das einfache Beobachten des Geschehens amüsant sein konnte. Die Sorgen waren unbegründet , die Kopfhörer  waren laut genug und ohne die Geräte konnte ich die Musik sogar besser hören, da ich die Umgebungsgeräusche nicht wahr nahm. Das war der Hammer!  Meiner liebe Kollegin Melli, die sich mit mir freute  klärte ich  ein bisschen über meine Hörgeräte auf. Ich klagte über die lange Abwesenheit meiner Hörgeräte und über das verhasste Stirnband.

” Das ist mir gar nicht aufgefallen, mir ist es egal, ob du jetzt ein Band oder einen Stirnreif trägst”, sagte sie.  Da ist mir wieder bewusst geworden, das Äußerlichkeiten eben nur Äußerlichkeiten sind. Nicht die Hörschädigung ist das was von mir wahrgenommen wird, sondern ich als Person. Klar, die Hörschädigung ist ein Teil, aber eben nicht alles. Jetzt habe ich meine Hörgeräte wieder, die ich wie Kopfhörer aufsetzen kann- die Party geht also weiter.

 

 

Das Ich im Wir…

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Okt
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rannika

Wenn man früh morgens aus dem Bett aufsteht und das Pegel der Vorfreude immer weiter nach oben steigt, sobald man im Zug oder Auto sitzt, dann ist wieder klar, dass eine neue Blogwerkstatt vor der Tür steht. Das Ziel dieses Mal: Berlin, unsere Bundeshauptstadt und ein ganz heißes Pflaster was die Sache mit der Schwerhörigkeit anbelangt. Es standen fünf Tage an. Fünf Tage mit Gleichgesinnten zusammen zu sein: Das heißt sich auszutauschen über seine Erlebnisse im Alltag, sich gegenseitig Tipps und Ratschläge zu geben oder auch voneinander zu profitieren und zu lernen. Kurz gesagt, gelebte Selbsthilfe eben. Dann natürlich alte Gesichter wiedersehen und neue Gesichter kennenlernen; Spaß haben und tanzen.

Das Motto dieses Mal lautete: Tanztheater Level 2 – Du gehörst zum Wir! Es sollte eine Fortsetzung zur Blogwerkstatt 5 sein, welche in Kassel stattfand und auch das Thema Tanztheater hatte. Dort stand das WIR im Fokus. Dieses Mal in Berlin ging es um das ICH. Roman Windisch gab uns hierzu am ersten Tag folgende Frage mit auf den Weg, mit der wir uns die Tage über beschäftigten: Wer bist DU im WIR? und auch das wir ihm und uns selbst vertrauen sollen. Wohin das alles hinführen wird, wussten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es ging in den fünf Tagen darum, aus uns herauszukommen, neue Bewegungen auszuprobieren. Sich selber spüren oder auch zu spüren was sich noch alles so in einem selbst versteckt, was bis dahin noch unentdeckt blieb. Wir arbeiteten in Kleingruppen. Dabei ging es darum, sich selbst zu finden und sich gleichzeitig mit der Kleingruppe auseinanderzusetzen, auf der Suche nach dem eigenen ICH. Die meiste Zeit waren wir in den Räumen der Tanztangente.

Doch nein, wir versteckten uns nicht. So machten wir uns zwei Mal auf den Weg, den Botanischen Garten zu besuchen. Dort vertieften wir unsere Choreographien weiter. Es waren für alle total neue Erfahrungen. Denn wer fängt plötzlich in der Öffentlichkeit einfach so an zu tanzen? Blicke der anderen Besucher und Besucherinnen des Botanischen Gartens waren somit vorprogrammiert. Doch wer am Anfang noch Sorge hatte, dass wir dabei bei unseren Bewegungen beobachten werden und am liebsten im Boden versunken wäre, wurde eines Besseren belehrt. Zumindest mir ging es so. Man ist so fokussiert auf sich selbst, da ist es ganz egal wo man gerade ist und wie man sich bewegt. Die Eindrücke der Umwelt werden zwar wahr genommen, wie beispielsweise der Wind, die Menschen, das Gras, der Himmel und die Erde oder auch das Wetter (das erste Mal traumhaft sonnig, das zweite Mal nasskalt und regnerisch), aber man wird Eins mit sich selbst. Man vergisst alles um sich rum, bis der Tanz zu Ende ist. Ganz nach dem Motto von Fred Astaire: „Tanzen ist Träumen mit den Füßen“.

Damit das Tanzen nicht zu einseitig wird für uns, wurden wir an einem Nachmittag mit dem Auftrag überrascht in 70 Minuten ein Musikvideo zu drehen, zum Lied „Die Fantastischen Vier – Zusammen feat Clueso“, das nicht geschnitten wird. Das bedeutete für alle Beteiligten volle Konzentration von Anfang bis zum Ende. Wir haben uns alle so sehr in unseren Auftrag gestürzt. Das Ergebnis ist der Hammer! Es war für uns alle sehr positiv und überraschend anzusehen, wie wandelbar wir sind.

Doch auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen. Das unbeschreibliche Gefühl der Gemeinschaft. Gruppenkuscheln. Wärme spüren. Berlin erleben. Die Zeit der Blogwerkstatt 7 fiel auf die Tage vor dem 3. Oktober. Der Feiertag für Deutschland und wir an dem Ort wo vor 28 Jahren Geschichte geschrieben wurde. Der Tag der deutschen Einheit und auch wir merkten, wir sind eine Einheit und trotzdem ICH. Eine Einheit deshalb, weil die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich anreisten. Die Tage vergingen wie im Flug und viel zu schnell mussten wir wieder voneinander Abschied nehmen. Aber das Gefühl und die Erlebnisse der letzten Tage lassen einen gestärkt in den Alltag zurückkehren.

 

 

Queer und Hörgeschädigt – na und?

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Sep
10
sandy

Es sind noch Plätze frei. Anmeldefrist ist bis 14.Oktober verlängert

Du bist lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersexuell (LSBTI*) bzw. queer und schwerhörig oder gehörlos? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig, denn vom 16. – 18. November 2018 veranstalten wir ein Wochenende für alle jungen Leute von 18 bis 30+ Jahren, die „doppelt anders“ sind!

Zum ersten Mal gibt es jetzt ein solches Angebot in Deutschland, das explizit für lesbische, schwule, bi-, trans-, intersexuelle junge Schwerhörige und Gehörlose da ist. Hier trefft ihr für ein Wochenende nicht nur auf schwerhörige junge Menschen sondern auf neue schwerhörige Freundinnen und Freunde, die genauso wie du LSBTIQ* sind!

Ist das der richtige Workshop für mich?

Plakat: Jung? Queer? Hörgeschädigt? / Empowerment-Wochenende für junge LSBTIQ* in Bayreuth / Workshops + Freizeit / Kontakte + Gemeinschaft / Inklusion + Nachtcafé / 16 - 18. November 2018

  • Selbstbewusstsein: bist du dir manchmal unsicher, selbstbewusst dazu zu stehen doppelt „anders“ zu sein?
  • Diskriminierungen: wurdest du schon einmal aufgrund deines Handicaps oder deiner Sexualität diskriminiert, beleidigt oder sogar angegriffen? Willst du wissen, was du tun kannst, um in bestimmten Situationen nicht benachteiligt zu werden, weil du (doppelt) „anders“ bist?
  • Kommunikation: bist du dir manchmal unsicher, wie du mit schwierigen akustischen Situationen umgehen sollst? Dein Gegenüber nimmt keine Rücksicht auf deine Schwerhörigkeit? Du hast dich wegen deines Handicaps nicht getraut, den süßen Typen neulich auf der Party anzusprechen?
  • Du möchtest neue Freund*innen kennenlernen, die nicht nur auch LSBTIQ* sind sondern genauso wie du auch ein Hör-Handicap haben?

Wenn Du auch nur eine der Fragen mit „Ja!“ beantwortet hast, dann bist du auf jeden Fall richtig!

Empowerment: Selbstbewusst zum „Anders sein“ stehen!

© Minka K. Gaber
© Minka K. Gaber

Das Wochenende steht unter dem Motto Empowerment! Deswegen haben wir zwei Expertinnen eingeladen, die sich super ergänzen werden und zusammen mit uns für euch ein spannendes Programm ausgearbeitet haben: Minka K. Gaber aus Berlin und Jana Verheyen aus Hamburg.

Minka ist selbst queer, hat sehr viel Erfahrung in der Durchführung echter Empowerment-Workshops und wird mit uns zusammen Strategien gegen Diskriminierung in Alltag, Schule, Studium und Beruf erarbeiten. Wir wollen, dass ihr selbstbewusst zu eurem Hör-Handicap und eurer Sexualität stehen könnt, weswegen wir auch diesem Thema einen geschützen Raum für Diskussion und Empowerment geben.

Zum Selbstbewusst sein gehört auch eine selbstbewusste Kommunikation – und gerade wir Hörgeschädigte brauchen hierfür die richtigen, schlauen Strategien, um taktisch positiv zu kommunizieren. Deswegen haben wir Jana bei uns im Boot. Sie ist absolute Expertin rund um Kommunikationsstrategien für Hörgeschädigte, z.B.: wie steuere ich Gespräche geschickt? Wie kommuniziere ich mein Handicap taktisch gut? Deswegen wird wird Jana mit uns genau diese Strategien interaktiv erarbeiten, damit wir nicht nur bei Konflikten und schwierigen Hör-Situationen einen kühlen Kopf bewahren, sondern uns beim nächsten Mal auch trauen, den süßen Typen auf der Party anzusprechen! 😉

Jana Verheyen
© Jana Verheyen

Übrigens sind Jana und Minka beide schwerhörig und tragen Hörgeräte – sie kennen die damit verbundenen Schwierigkeiten also nicht nur aus der Außenperspektive sondern wirklich auch aus eigener Erfahrung! 😉

Bevor wir schließlich alle am Sonntag mit vielen neuen Erfahrungen, glücklich und motiviert von Kopf bis Fuß und so manchen neuen Freundschaften im Gepäck nach Hause fahren wollen wir noch ein starkes Signal setzen für eine inklusive, l(i)ebenswerte Gesellschaft ohne Diskriminierung, Hass und LSBTIQ*-Phobie. Wie? Lasst euch überraschen! 🙂

Auch Freizeit, Spaß und Inklusion kommen nicht zu kurz!

Samstag Abend haben wir zusammen mit dem AK Queer- und Genderpolitik der Uni Bayreuth für euch etwas ganz besonderes vorbereitet: ein inklusives queeres Nachtcafé! Im Glashaus auf dem Campus trefft ihr auf andere junge queere Menschen mit und ohne Handicap: nach einem gemeinsamen kurzweiligen Kennenlernprogramm habt ihr Zeit zum entspannten Austausch, Plaudern und Netzwerken.

© AK Queer Bayreuth

Im Laufe des Abends werden wir schließlich Tische und Stühle wegräumen und für gute Musik sorgen: lasst uns zusammmen abzappeln und Party machen! Und weil wir Inklusion auch wirklich leben wollen, laden wir dazu alle in Bayreuth und darüber hinaus ein, die kommen möchten – ganz egal, ob LSBTIQ* oder hetero, ob mit oder ohne Handicap, ob mit A und B oder ohne C, denn jeder Mensch ist auf seine Weise anders. Lasst uns alle zusammen feiern, denn „Anders ist normal“ und „Anders sein vereint!“ 😉

Unterkunft, Hör-Inklusion und Kosten

Zimmer in der Jugendherberge Bayreuth
© Jugendherberge Bayreuth

Die einzige Inklusions-Jugendherberge Bayerns in Bayreuth bietet uns während des Workshops ein Dach über dem Kopf, Vollpensionvon Freitag abend bis Sonntag mittag und einen großen Tagungsraum mit eingebauter Induktionsschleife, so dass ihr die Stimme des jeweiligen Sprechers direkt über die T-Spule eures Hörgeräts oder CIs hören könnt! Zusätzlich gibt es während des gesamten Wochenendes Schriftdolmetscher*innen, die alles Gesagte während der Workshops direkt auf Leinwand in Schriftsprache dolmetschen!

Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 18:00 Uhr mit dem Abendessen und endet am Sonntag nach dem Mittagessen um 13:30 Uhr.

Die Kosten für das gesamte Wochenende betragen pro Teilnehmer*in 100 Euro. Für Mitglieder ermäßigt nur 85 Euro!

Wir bezahlen eure Fahrtkosten!

Das Wochenende richtet sich explizit an alle hörgeschädigten Interessierten im deutschsprachigen Raum! Wir erstatten euch deshalb eure Fahrtkosten mit der Bahn (2. Klasse) bis zu einer Höhe von 80 Euro!

Jetzt anmelden!

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 14. Oktober 2018!

Unterstützer und Förderer

Die Durchführung dieser Veranstaltung wird ermöglicht durch:
Logo der Adalbert-Raps-Stiftung
Logo Hannchen-Mehrzweck-Stiftung
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"
Logo Bezirk Oberfranken

MOTIVATION – EINE KUNSTFORM, DIE DICH BEFREIT?

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Sep
10
sandy

Es sind noch Plätze frei. Anmeldefrist ist bis 28. September verlängert

Egal ob mit AusbildungStudiumBerufseinstieg oder Arbeit – wir jungen Hörgeschädigten stehen im Gegensatz zu Normalhörenden vor besonderen Herausforderungen. Wer kennt die Problematik nicht? Vielleicht stellst du dir öfters folgende Fragen:

  • Bin ich den Anforderungen gewachsen, die an mich gestellt werden?
  • Teile ich meine Zeit effektiv ein?
  • Manage ich schwierige Situationen gut?
  • Wie gehe ich mit dem Hörstress um?

Als ob dies nicht schon genug Herausforderungen wären, so stellt sich unsereins die Frage:

„Wie kann ich mich motivieren, wenn ich auf Hürden stoße, die durch mein Handicap größer zu sein scheinen als für Normalhörende?“

Aus diesem Anlass bietet HörEnswert e.V. einen Workshop gemeinsam mit Motivationsreferent und Weltrekordler Chris Ley. Lass dich von seinem YouTube-Video inspirieren: Das Video wird mit Untertitel angezeigt! Dazu musst du die Untertitel-Funktion aktivieren.

Bei diesem Seminar lernst du gegen die Energieräuber zu steuern und positive, motivierende Bewältigungsstrategien anzuwenden um die Alltagssituation zu entlasten und deine persönlich zur Verfügung stehende Ressourcen möglichst gut und effizient zu nutzen, aber sich dabei nicht zu überfordern.

Motivationstrainer Chris Ley (Bild: ©Chris Ley)

Empowerment: Motiviere dich selbst!

„Mit Selbstmotivation kannst du deine Ziele erreichen!“

Ein ganz zentraler Aspekt des Workshop wird dabei für dich sein: die eigene Motivation zu finden, zu lernen für dich selbst einzustehen, die eigenen Ziele zu erreichen und auch bei Widerständen und Hürden nicht aufzugeben, sondern im Gegenteil, dich selbst nachhaltig zu motivieren!

Location, Hör-Inklusion und Kosten

Der Workshop wird vom 5.-7. Oktober 2018 im Jugendbildungshaus am Knock in Teuschnitz im wunderschönen Frankenwald stattfinden. Damit es dir rund um den Empowermentworkshop auch wirklich an nichts mangelt, haben wir für dich alles erdenkliche organisiert. Mit Vollpension sorgen wir dafür, dass du stets volle Energiespeicher hast, um beim Workshop alles geben zu können und möglichst viel mit zu nehmen. Zusätzlich haben wir  im Sinne der Barrierefreiheit Schriftdolmetscher*innen organisiert, die zusätzlich zu einer FM-Anlage dafür sorgen, dass das gesprochene Wort während des Workshops direkt live auf die Leinwand in Schriftsprache gedolmetscht wird.

Du fragst dich, was mag das kosten? Motivationsredner sind nicht günstig – ja – aber Dank Fördergeber, die wir für diesen Workshop gewinnen konnten, entsteht für dich lediglich ein Unkostenbeitrag von 80 € für Mitglieder und 100 € für Nichtmitglieder. Darin ist der Motivationsworkshop inklusive Unterkunft und Verpflegung für das gesamte Wochenende enthalten. Zusätzlich könnt ihr eure Fahrtkosten mit der Bahn (2. Klasse) bis zu einer Höhe von 80 € bezuschussenlassen!

Das Wochenende richtet sich an alle Hörgeschädigte im deutschsprachigen Raum!

JETZT ANMELDEN!

 

Das wichtigste in Kürze:

Wo findet das statt?
Jugendhaus am Knock
Dr. Karl Braun Straße 1
96358 Teuschnitz

Um wieviel Uhr beginnt und endet die Veranstaltung?
Am Freitag ist Anreise ab 17 Uhr möglich. Abendessen gibt es dann um 18:30 Uhr. Der erste Workshopteil beginnt am Samstag vormittag. Der letzte Teil endet am Sonntag um 12 Uhr, wo wir im Anschluss gemeinsam noch Mittagessen. Anschließend findet die Heimreise statt.

Komme ich mit dem Zug hin?
Mit dem Zug fährst du bis zur Station Steinbach am Wald (RE-Halt aus Richtung Nürnberg, Bamberg und Jena).
Dort wird es einen Shuttle-Service geben, der dich abholt und direkt zum Jugendhaus bringt. Am Abreisetag bringt dich der Shuttle-Service selbstverständlich wieder zum Bahnhof. Und: wir bezahlen deine Fahrtkosten bis 80 Euro! 🙂

Wie sieht es mit der Barrierefreiheit aus?
Unser Workshop wird durch zwei Schriftdolmetscher unterstützt.
Dazu haben wir auch eine Gruppen-FM-Anlage mit Induktionsspule (Fernbedienung für dein CI nicht vergessen! 😉 ).

Was kostet es?
80,- €  Mitglieder
100,- € Nichtmitglieder

Die Kosten beinhalten Unterkunft und Vollpension.

Wann ist Anmeldeschluss?
Anmeldeschluss ist Freitag, der 31. August 28. September.

Wer ermöglicht uns dieses Seminar?
Dieses Seminar wird gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände in Bayern. Auch Aktion Mensch unterstützt mit seiner Förderung diese Veranstaltung. Wir danken uns für die Unterstützung! Ohne deren Förderung wäre diese einzigartige Veranstaltung nicht möglich.

Logo der Aktion Mensch.

Ideen für ein Projekt? Aber noch unsicher?

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Hallo alle miteinander,

hier kommt was für alle, die eine Projektidee haben, aber noch nicht sicher sind, ob die Idee wirklich gut ist und für ein Projekt taugt. Oder die, die sicher sind, dass die Idee zu einem genialen Projekt werden kann – aber wie? Ein Stipendium kann Euch helfen, all diese Fragen und noch mehr zu beantworten. Nähere Infos gibt es bei https://www.civil-academy.de/ oder in der kopierten mail unten. Angeboten wird eine gratis-Fortbildung in Sachen Projektmanagement, Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Reisekosten werden erstattet!

Also bewerbt Euch! Wenn Ihr Hilfe braucht, wendet Euch an Eure RVs oder an uns in der Geschäftsstelle!

Viel Erfolg! – Barbara

Und hier kommt die mail mit den Details:

unser Auswahlgremium hat letzte Woche getagt und wieder tolle Projektideen für eine Förderung ausgewählt, aber nicht alle Plätze vergeben. Es gibt noch vier Stipendienplätze für junge Menschen zwischen 18 und 29, die eine Idee für ein gemeinnütziges Projekt ehrenamtlich umsetzen wollen. Die Idee kann auch noch ganz am Anfang stehen. Wir bieten an drei Wochenendseminaren professionelles Know-how, Inspiration und Austausch mit Gleichgesinnten, damit aus der Idee ein gutes Projekt wird.

Bewerben kann man sich noch bis zum 12. August! Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Seit 2005 wurden durch die Civil Academy mehr als 600 junge Menschen dabei unterstützt, ihre Projekte im In- und Ausland erfolgreich umzusetzen.

 

Wir bitten Sie, die Information in Ihren Medien zu aktualisieren und/oder unseren Post auf Facebook zu teilen.

Ausführliche Informationen zum Programm, zu den Seminarterminen und zur Bewerbung finden Sie auf unserer Webseite www.civil-academy.de und im Bewerbungsleitfaden.

 

Herzlichen Dank!

https://www.civil-academy.de/mitmachen/bewerbungsformular/

 

Das Team der Civil Academy

 

Civil Academy

 

c/o Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
BBE Geschäftsstelle gemeinnützige GmbH

Michaelkirchstraße 17/18

10179 Berlin

 

Tel:  +49 30 62980 – 117

Fax: +49 30 62980 – 151

Familientreffen der besonderen Art #BW6

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Mrz
26
Norma

Bald ist Ostern. Ostern ist ein Familienfest, so wie Weihnachten und Geburtstage. Die ganze Familie kommt zusammen und feiert. Oder auch nur ein Teil.

Dann gibt es da noch die Blogwerkstatt. Jede Blogwerkstatt ist ein Familientreffen auf einem ganz anderen Level. Zahlreiche junge Erwachsene mit Hörschädigung begegnen sich und sofort ist das familiäre Gefühl da! Das Vertrauen füreinander, keine Scheu vor Nähe!

Die Blogwerkstatt VI fand erneut in St. Jakob in Defereggen statt. Auf dem Tagesprogramm standen Skifahren und anschließend Workshops rund um Öffentlichkeitsarbeit. Trotz straffem Tagesablauf und teilweise wenig Schlaf (zumindest für die, die bis in die späten Stunden schnackten und spielten) strotzten wir immer vor Energie – sowohl auf der Piste als auch in der Arbeitsgruppe.

Wie schon zuvor in Kassel und Frankfurt erlebte ich ein großartiges Gefühl in der Gemeinschaft. Wir helfen einander. Wir vertrauen einander. Wir machen einander stark. Zusammen sind wir einfach unschlagbar! Nirgendwo sonst habe ich so viele Umarmungen in so kurzer Zeit erhalten – besonders nicht mit Leuten, die ich erst seit ein paar Stunden oder Tage kenne! Diese Art von Nähe ist nicht selbstverständlich, aber hier gibt es sie.

Was war noch?

Wetter war klasse! Nur anfangs gab es Nebel auf den höher gelegenen Pisten, ansonsten viel Sonnenschein, wie es sich gehört.

Statt Après-Ski gab es teilweise leckere Heißgetränke oder auch kühle Drinks im Café zwischen Herberge und Seminarraum. Man wollte ja wachbleiben für die Workshops.

Uuuund es wird noch ganz tolle Produkte geben, wie etwa ein ganz besonderes Drohnen-Video… mehr verrate ich hier nicht! ;P

Ach ja, die traditionelle Nacktabfahrt durfte natürlich auch nicht fehlen! 😉

Das schönste Geschenk am Ende dieser Familienfeier war die Nachricht: Wir kehren 2019 zurück nach St. Jakob!

Hinter den Ohren unter die Haut!

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Feb
22
Norma

Eine kleine Berichterstattung für all jene, die nicht beim Fotoworkshop dabei waren, aber gerne etwas darüber erfahren möchten.

Am Freitag, 16. Februar 2018, sind wir nachmittags alle nach und nach im Hotel in Frankfurt eingetrudelt, haben eingecheckt und die Koffer aufs Zimmer gebracht, bevor es zum Seminarraum ging. Hier wurden wir von Oliver begrüßt und über den weiteren Verlauf des Wochenendes informiert. Des Weiteren wurden die Lebensgeschichten der fünf Models kurz vorgestellt. Für diese sollten wir am darauffolgenden Tag in einem professionellen Fotostudio mit dem den meisten von uns bereits bekannten Profifotografen Christian Borth (#CSH123, anyone?) passende Schnappschüsse machen.

Witzigerweise war parallel in einem benachbarten Seminarraum eine andere Veranstaltung der DCIG: ein Workshop für Eltern mit hörgeschädigtem Kind. Wir trafen dort Barbara und haben uns und unsere Junge Selbsthilfe spontan kurz den anwesenden Eltern vorgestellt. Dadurch können sie sich vielleicht ein Bild von der glorreichen Zukunft ihrer Töchter und Söhne in der besten Community überhaupt machen. 🙂

Zu Abend gab es dann typisch hessisch Speis und Trank, z. B. Frankfurter Schnitzel mit grüner Soße, Handkäs-Salat und Apfelwein. Zu guter Letzt wurde noch im Hotelzimmer 402 der 30. Geburtstag von Ole reingefeiert – wie es sich gehört mit Sekt, Musik und Tanz!

Am Samstag ging es nach einem ordentlichen Hotelfrühstück zum Fotostudio. Hier wurden wir von Christian Borth in die höhere Kunst der Fotografie und Ausstattung eingewiesen. Dazu gehörte der Aufbau der drei Sets und ganz besonders wichtig: die richtige Belichtung! Während wir Christian durchs Studio folgten und aufmerksam seinen Erklärungen zu den Kameraeinstellungen per Induktionsschleife lauschten, wurden die fünf Models von einer Stylistin und einer Kostümbildnerin mit Make-up und Garderobe kameragerecht aufgepeppt.

Schließlich wurden bis in den Abend hinein bestimmt tausende Fotos mit verschiedensten Posen und Perspektiven geknipst.  Wir bildeten drei Teams, die regelmäßig die Sets austauschten, damit wir jedes einzelne austesten konnte. Es war sehr interessant und ich glaube, viele von uns haben an dem Tag einiges dazu gelernt. Vielleicht gibt es sogar jemanden, der sich jetzt durch diese Erfahrung zum Hobbyfotografen entwickelt? Oder die, die es bereits sind, sind jetzt noch vertrauter mit den Möglichkeiten der Kameraeinstellungen.

Der Tisch wurde zum Abend wieder mit Frankfurter Spezialitäten gedeckt. Erschöpft, aber glücklich und um einiges schlauer, tauschten wir uns beim Essen über den Tag aus und genossen die Gesellschaft.

Sonntag haben wir nach dem Frühstück im hoteleigenen Seminarraum gemeinsam Ideen für die Veröffentlichung der fünf Stories samt Fotos erarbeitet. Wir durften auch schon eine Auswahl der Bilder vom Vortag einsehen und waren richtig begeistert von den kleinen Meisterwerken!

Ihr dürft gespannt sein auf die Veröffentlichung in der „Schnecke“! Ich werde hier nicht spoilern. Nur so viel sei gesagt: Es sind fünf tolle Models mit spannenden Stories, die sich um den Alltag mit CI (und ohne CI) drehen!

Ich finde, wir können stolz auf unser Werk sein! 🙂

Das Beitragsfoto hat übrigens unser top Assi-Assi Andi gemacht.

Junge Selbsthilfe goes Berlin

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Die Blogwerkstatt 7 soll in der Hauptstadt stattfinden

Die Blogwerkstatt 5 vor Augen, die Blogwerkstatt 6 in St. Jakob im März 2018 (17.03.-24.03.2018) fest eingeplant, beschäftigen wir uns hinter den Kulissen bereits mit der Blogwerkstatt 7, welche in Kooperation mit der BBCIG e.V. im Herbst 2018 in Berlin stattfinden soll. Die Junge Selbsthilfe der DCIG lebt wie nie zuvor und das Engagement kennt keine Grenzen. Die ersten regionalen Untergruppen von Deaf-Ohr-Alive sind gegründet und ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht. Immer mehr junge Aktive fordern, in die Planungen und die Konzeption weiterer Events involviert zu werden.

Jetzt habt IHR die Chance!

Gestaltet die Blogwerkstatt 7 in Berlin aktiv mit und bringt eure Ideen und Wünsche ein. Wir suchen eine Projektgruppe von etwa 5 Personen. Meldet euch bei Interesse direkt bei: oliver.hupka@dcig.de

WIR SIND DIE DCIG – WIR SIND DIE JUNGE SELBSTHILFE – WIR SIND DEAF-OHR-ALIVE

Sinneserweiterung, die zweite

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Mai
22
Norma

Meine Kurzhörbiografie: Von Geburt an auf beiden Seiten an Taubheit grenzend schwerhörig und viele Jahre lang zwei Hörgeräte getragen. Davon jetzt über elf Jahre mit einem Cochlea-Implantat (CI). Lange, lange Zeit damit zufrieden gewesen. Das Hörgerät auf der nichtimplantierten Seite ist irgendwann in den vorzeitigen Ruhestand geschickt worden, da es partout nicht mit dem CI mithalten geschweige denn harmonieren wollte.

Die Folge dessen: Ich bin das Hören allein mit dem einen CI gewohnt. Dolby Surround kannte ich eh noch nie. Mit dem CI aber kann ich Sprache, Geräusche und Musik viel klarer erfassen als früher mit Hörgeräten – das war für mich die pure Sinneserweiterung. Die Welt ist seitdem viel farbenfroher geworden, war sie zuvor noch ein Schwarz-Weiß-Bild.

Lange Zeit empfand ich es ausreichend. Hatte nicht das Gefühl, da könnte mehr möglich sein. „Mehr“ hatte ich schließlich noch nie erlebt und hätte ich auch nicht zu träumen gewagt. Zudem habe ich mich daran gewöhnt, dass mein eines Ohr – so „nutzlos“ es sein mag – frei ist. Kein Gerät, das es tragen muss. Haare kann ich problemlos dahinter streichen. Kann mich auf die freie Seite legen, ohne dass etwas drückt. Ein Stückchen gefühlte persönliche Freiheit.

Klingt das verrückt?

Doch nun hat sich etwas geändert. Es war keine einzelne bestimmte Situation, wo es bei mir “Klick” machte, wie ich es von anderen gelesen habe. Sondern vielmehr verschiedene Momente, in denen ich dachte: Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn ich ein zweites CI hätte? Könnte ich in dem Gespräch mit meinen zwei Kollegen, die schnell miteinander reden, mehr mitbekommen? Könnte ich die Lautsprecherdurchsagen auf dem Bahnhof oder im Zug einfacher verstehen? Könnte ich der Gruppenunterhaltung mit Freunden beim Bowlen oder in der Bar besser folgen? Könnte ich die Richtung, aus welcher der Ruf kam, schneller orten?

Könnte ich tatsächlich noch mehr hören, als ich je in meinem Leben gewohnt war?

Diese Vorstellung gibt mir Gänsehaut. Plötzlich mache ich mir täglich Gedanken über das zweite CI. Kann mir immer mehr vorstellen, dass ich den Schritt (erneut) wagen würde. Dass ich noch einmal die Operation über mich ergehen lassen würde. Die ganzen Strapazen von Krankenhausaufenthalt, Heilungsprozess, Anpassung, Geduldsübungen und Hörtraining – vor allem jede Menge Hörtraining, tagein, tagaus, über Wochen und Monate. Vor ein oder zwei Jahren noch hätte ich mich dagegen gesträubt. Mich zu sehr auf das Risiko der OP fixiert, nicht noch ein Implantat gewollt (fühle mich jetzt schon manchmal wie ein Cyborg). Und vielleicht kann der eine oder andere das auch nachvollziehen, wie schön ein “freies” Ohr sein kann.

Ich bin einfach ein starkes Gewohnheitstier und bei Veränderungen sehr vorsichtig. Deswegen fällt mir das nicht so leicht.

Während dieser Entscheidungsfindung habe ich mich im Internet erkundigt, was Gleichgesinnte über ihr zweites CI berichten und welche Kliniken in Frage kommen könnten. Habe mich um ein neues Hörgerät gekümmert, nur um festzustellen, dass da natürlich kaum etwas ankommt auf dem nichtimplantierten Ohr. Von Sprachverständnis fehlt jede Spur. Immerhin ein klein wenig Richtungshören gewonnen und jetzt umso stärker den Wunsch, auch auf der “freien” Seite mehr Input zu erhalten. Habe mich außerdem mit ein paar Personen, die beidseitig versorgt sind, darüber unterhalten. Das alles sehr geholfen, den Gedanken über das zweite CI reifen zu lassen.

Wenn ich nun heute in mich hineinhorche (dazu muss man nicht mal hören können ;)), dann kann ich feststellen:

Ja, ich will ein zweites CI. Ich will sehen, beziehungsweise “hören”, was mit einem zweiten Cochlea-Implantat noch möglich ist.

Nun gilt es, die Klinik anzuhauen und das Ganze ins Rollen zu bringen. Und ich denke, es war irgendwie auch gut, sich hiermit viel Zeit zu lassen. Vielleicht mag manch einer sagen, das hätte ich viel früher machen müssen/können/sollen. Dennoch ist es für mich auch wichtig, das Gefühl zu haben, dafür bereit zu sein. Ein CI bedeutet viel Arbeit und das darf nicht unterschätzt werden!

Es gibt auch ein schönes Zitat, das mich in meiner Entscheidung bestärkt. Leider finde ich den Urheber nicht. Es lautet:

Don’t be afraid of change. You may lose something good, but you may gain something better.

DCIG Blogwerkstatt 5 – seid ihr dabei?

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Junge Selbsthilfe: Im Fokus: Wir!

Tanztheater für hörgeschädigte Menschen

28. Oktober – 01. November 2017 | Jugendherberge Kassel (Schenkendorfstraße)
Du hast Spaß an Bewegung und Musik? Du hast Ideen und möchtest sie im künstlerischen Ausdruck umsetzen? Du hast Lust, Geschichten zu erfinden und Dich darin auszudrücken? Du möchtest gerne mit Dir und anderen Grenzen ausloten und auch überschreiten? Du bist offen für das, was sich in der Gruppe ergibt?

Dann bist Du hier genau richtig. Wir möchten mit Euch musikalische und tänzerische  Möglichkeiten entdecken. Wir möchten mit Euch gemeinsam Szenen erarbeiten, die Eure Bilder, Phantasien, Träume, Wünsche, Erlebnisse tänzerisch und musikalisch ausdrücken. Wir möchten mit Euch Euer eigenes Tanztheaterprojekt entwickeln. Elemente aus Tanz und Musik sind Mittel um Ausgangspunkte zu schaffen und Geschichten zu erzählen.
Was entsteht, entsteht aus der Phantasie der Akteure und ihrem Spiel mit den Mitteln aus Musik, Stimme, Bewegung, Begegnung. Ästhetik und Ausdruck stehen im Einklang mit dem Geschehen und nehmen Akteure und Zuschauer mit.
Wir arbeiten mit dem Staatstheater Kassel zusammen, das sich schon bei unserer ersten Anfrage von unserer Idee in den Bann ziehen ließ. Für unsere Arbeit stehen uns die Probebühnen dort zur Verfügung, und wir lernen professionellen Tänzer der Tanzkompanie des Theaters kennen.

Voraussetzung: Offenheit, Lust an der gemeinsamen Arbeit, Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen.
Keine musikalischen oder tänzerischen Vorkenntnisse erforderlich!