Deaf Ohr Alive - Die Blog-Cummunity der DCIG

Was Schildkröten im Schilde führen

1
Jun
18
MariaKeim

Wart ihr jemals von den Geräuschen in dieser Welt überfordert und wolltet in eine andere Welt flüchten?

Ich, Maria, habe das jeden Tag auf dem Schulhof getan.CI aus, Fantasie an. Mein kleines, zerfleddertes Notizbuch gefüllt mit Worten, die kein Ohr fanden.

Diese Worte wurden Sätze, Kapitel, Bücher, und mein größter Traum war es, diese Bücher zu veröffentlichen.

Jetzt, Jahre später, ist dieser Traum zum Greifen nahe. Mein Buch über eine kleine grüne Schildkröte hat es geschafft, ganz vorne bei einem Buchwettbewerb zu rennen und ist unter den Finalisten des #stayhomeandwrite-Wettbewerbes vom PIPER-Verlag und buchszene.de.

Um zu Gewinnen, brauche ich allerdings Stimmen. Eure Stimmen. Das Voting endet am 22.Juni! Bis dahin könnt ihr hier für meinen Traum stimmen: https://buchszene.de/formular/maria-keim-was-schildkroeten-im-schilde-fuehren/374/

Ihr wollt wissen, was die Schildkröte im Schilde führt? Hier der Anfang des Buches:

Vor dem mächtigen Kölner Dom steht eine Schildkröte mit einem Schild. Nicht ein Schild im Sinne von Schildpanzer, sondern ein pappiges Pappplakat, das an einem Ast wackelt. Darunter das Tier, das gerade mal so groß ist wie meine Faust.
Ich steige von meinem knallroten Fahrrad ab und schiebe es näher heran. Der Wind hier oben zerrt an der Schildreklame – oder eher Schildkrötenreklame.
WECHSELWARMES KRIECHTIER SUCHT EINSIGARTIGE WOHNGEMEINSCHAFT MIT MÖGLICHST K(L)EINEM ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK!
PS: NIEDER MIT DER KOHLE!
„Schreibt man einzigartig nicht mit Z?“, frage ich niemand bestimmten.
„Laut Duden schon“, ertönt es. „Aber wenn alle ‚einzigartig‘ schreiben, dann wäre es ja nicht mehr einzigartig.“
Ich betrachte die Schildkröte. Dann schaue ich nach links. Nach rechts. Durch den einsetzenden Nieselregen sichte ich unzählige graue Gestalten, die unter Schirmen durch die Gegend huschen.
Da ertönt wieder die Stimme. „Das ist ähnlich wie beim Palindrom.“ Die schwarzen Glubschaugen des Reptils sehen zu mir hinauf.
Ich blinzele.
Das Tier blinzelt und öffnet seinen Mund…

“Ohne Mundbild ist alles doof”

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Mundschutz
– in aller Munde

Die Junge Selbsthilfe der DCIG zeigt mal wieder ihre Kreativität. Deaf-Ohr-Alive Rhein-Main möchte einen speziellen DOA Mundschutz anbieten, um auf die besondere Situation hörgeschädigter Menschen aufmerksam zu machen. Neben dem DOA Logo soll eine kurze, aber eindeutige Nachricht aufgedruckt werden. Lasst eurer Kreativität freien Lauf und schickt eine Nachricht an DOA Rhein-Main, oder hinterlasst eure Ideen einfach in den Kommentaren.

Bisherige Ideen:

  • Ich bin taub und brauche das Mundbild
  • Ich höre dein Lächeln nicht
  • Du kannst mich verstehen, aber was ist mit mir?
  • Ich sehe nicht was du sagst
  • Ich höre mit den Augen
  • Wo ist dein Mundbild?
  • Seh ich nix, versteh ich nix

Alle Rückmeldungen bis zum Freitag, den 01. Mai 2020 werden berücksichtigt und wer weiß, vielleicht begegnet ihr eurem Spruch dann schon bald auf der Straße.

Deutschland sucht die hörgerechte Super-Behörde

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Hallo zusammen – es ist CI-Botschafter-Zeit!

Und: Deutschland sucht die hörgerechte* Super-Behörde!

Was ist ein CI-Botschafter?
CI-Botschafter sind Menschen, die schwerhörig und mit CI oder HG versorgt sind und die überall in Deutschland mit Unterstützung der DCIG zu einem bestimmten Thema unterwegs sind. Was wir in den letzten Jahren gemacht haben, kann man hier: https://dcig.de/veranstaltungen/ci_tag/ nachlesen. CI-Botschafter sind engagiert, kompetent und überzeugend! Denn sie berichten aus erster Hand und vertreten ihre eigenen Anliegen.

Was muss ich als CI-Botschafter tun?
In diesem Jahr eine oder mehrere Behörden aufsuchen und auf Hörgerechtigkeit hin untersuchen. Sie bekommen dazu einen Beobachtungsbogen und andere Materialien. Den ausgefüllten Beobachtungsbogen schicken Sie an die DCIG-Geschäftsstelle zurück und nehmen an der Verlosung von zahlreichen attraktiven Preisen teil. Wie wäre es mit einem Urlaub für Körper und Seele für Zwei?

Was muss ich tun, wenn ich CI-Botschafter sein möchte?
Einfach anmelden unter https://dcig.de/veranstaltungen/ci_tag/ci_tag-2020. Jede/r Angemeldete erhält automatisch ein Materialien-Paket zugesandt, das folgendes enthält:

  • ein Anschreiben mit genauer Anleitung
  • einen Beobachtungsbogen für den Besuch einer Behörde
  • eine Info-Broschüre zur hörgerechten Gestaltung öffentlicher Behörden
  • eine Visitenkarte
  • die aktuelle Schnecke

Dieses Mal werden Punkte vergeben!
Aufgrund des erreichten Punktestands auf dem Beobachtungsbogen zeichnen wir die vorbildlich ausgestatteten Behörden mit Höchstpunktzahlen aus. Aber auch die Ämter, die hörtechnisch deutlich hinterherhinken, bekommen von uns eine – Erinnerung. Die dazu gehörige Urkunde entwickeln wir gerade noch.

Gewinnen als CI-Botschafter!
Unter den ausgefüllten und an uns zurückgesandten Beobachtungsbögen verlosen wir wie jedes Jahr wieder zahlreiche tolle Preise! Und: Jeder Beobachtungsbogen nimmt an der Verlosung teil!

Also nix wie los und auf in den Frühling! Meldet Euch gleich an auf:  https://dcig.de/veranstaltungen/ci_tag/ci_tag-2020

15. – 18. August: Jung & Schwerhörig – HörCamp Bayern 2019

0
Mrz
24
sandy

Gemeinsam organisiert vom BayCIV e.V. und dem HörEnswert e.V.

Ein gemeinsames Erlebnis-wochenende für hörgeschädigte junge Leute und Junggebliebene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren wartet auf euch! Freut euch auf ein spannendes und vielseitiges Workshop-Wochenende im schönen Altmühltal. Wir vom BayCIV e.V. und vom HörEnswert e.V.!. haben eine bunte Palette an Aktivitäten für euch vorbereitet! 😉

Nachdem ihr am Donnerstagabend angekommen seid, werden wir zusammen erstmal das Eis brechen (trotz Hochsommer!) und uns nach einem leckeren Abendessen bei lustigen Spielen und Gruppenaktivitäten kennenlernen!

Am Freitag steht dann bereits ein echtes Highlight vor der Tür: in gemeinsamer Teamarbeit bauen wir uns in zwei Gruppen unser eigenes Floßan der Altmühl! Selbstverständlich testen wir unsere Eigenbau-Dampfer danach auf ihre Hochseetauglichkeit! 😀 Welche der beiden Gruppen wohl das coolste Kreuzfahrtschiff hat? Wir sind schon sehr gespannt! 😛

Der Samstag wird garantiert nicht weniger spannend: wir wollen mit euch ins Theater gehen! Und wer spielt? Wir selbst! 😮 Keine Sorge, auch absolute Theater-Greenhorns werden auf ihre Kosten kommen, denn es ist ein Forumtheater: wir wollen mit euch in kleinen Gruppen schwierige Situationen für Hörgeschädigte nachstellen: du verstehst eine Durchsage nicht – und dann geht das Licht im Zug plötzlich aus? Du hast ein Date mit einem echt süßen Typen – und er spricht viel zu schnell? Der Aufzug bleibt plötzlich mit einem Ruck stecken – und du verstehst den Techniker am anderen Ende des Notrufs nicht? Dein Prof weigert sich, die FM-Anlage zu benutzen – und jetzt? Du  bist mit einer Gruppe unterwegs und verstehst nichts – weil sie nicht deutlich sowie langsam sprechen, obwohl du jetzt schon zweimal darum gebeten hast? …. to be continued! Bring deine eigenen Situationen mit, die du gerne einmal nachspielen und mit deinen neuen Freund*innen vom HörCamp besprechen willst! 🙂

Und wenn du nach dem Theater erstmal genug vom Brainstormen und Diskutieren hast: wir bieten euch am Nachmittag einen Aikido-Schnupperkurs an! Das ist eine asiatische Kampfkunst, die darauf aufbaut, körperliche Angriffe gezielt abzuwehren – also echte Selbstverteidigung!

Am Sonntag wird es schließlich recht entspannt: vielleicht habt ihr Lust auf eine Partie Minigolf, einen Abstecher ins Freibad oder einfach eine Runde Quatschen und Plaudern, ehe die Veranstaltung nach dem Mittagessen endet und du hoffentlich mit einer großen Portion Empowerment und einigen neuen Freundinnen und Freunden zurück nach Hause fährst! 🙂

Wann und wo?

Wann? Donnerstag 15. bis Sonntag 18. August 2019
Wo? Jugendherberge Eichstätt

Kosten

Tipp: jetzt noch schnell Mitglied werden beim BayCIV e.V. und beim HörEnswert e.V.! 😉

Mitglied bei HörEnswert100,- €
Mitglied bei BayCIV100,- €
Mitglied bei HörEnswert und BayCIV90,- €
Kein Mitglied: 120,- €

Die Kosten enthalten Übernachtung im Mehrbettzimmer, Frühstück, Lunchpaket bzw. Mittagessen und Abendessen.

Anmeldefrist bis zum 31. Mai!

Jetzt anmelden!

Programm – kurz & knapp

Donnerstag: Anreise bis 18 Uhr. Nach dem Abendessen Kennenlernspiele
Freitag: Gemeinschaftliches Floßbauen. Abends gemütliche Runde und Spieleabend.
Samstag: Forumtheater und Aikido-Schnupperkurs.  „Bunter Abend“.
Sonntag: Vormittag Zeit zum aktiven Austausch der Teilnehmer. Abreise nach dem Mittagessen ab 13 Uhr

Anreise

Die Jugendherberge Eichstätt ist sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Der Bahnhof Eichstätt Stadt (nicht Eichstätt Bahnhof!) liegt nur 600 m von der Unterkunft entfernt. Zu Fuß läuft man etwa acht Minuten.

Keine Wertmarke oder zu lange Anreise mit Nahverkehr? Kein Problem! Fahrtkosten mit dem Zug (auch ICE) können bis zu 25 € erstattet werden. Je nach Anzahl der eingereichten Bahnfahrkarten können wir auch einen höheren Betrag erstatten.

Trotzdem zu teuer? Einfach bei uns nachfragen, wir gucken dann, welche Möglichkeiten bestehen. 🙂

Muss ich was bestimmtes mitnehmen?

Unbedingt eigene Handtücher mitbringen, da es in der Jugendherberge keine gibt. Nehmt ruhig zwei Handtücher mit, damit ihr beim Floßbau euch auch abtrocknen könnt, falls ihr nass werdet. 😛 Ersatzschuhe auch mitnehmen!

Bei schönem Wetter gibt es auch am Sonntag die Möglichkeit, ins Freibad zu gehen. Nehmt also auch Badesachen mit.

Reiserücktritt und Stornofristen

Bis zum 31. Mai: 10 %
Ab dem 1. Juni: 60 %
Ab dem 1. August 100 %

Wir empfehlen euch dringend, eine Reiserücktrittskostenversicherung abzuschließen. Bei kurzfristiger Absage durch den Veranstalter kein Regressanspruch.

Lust, mitzukommen? Dann jetzt anmelden! Wir freuen uns auf euch!

Konzept für einen Podcast für WDR3

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Hallo liebe Deaf-Ohr-Alive`ler,

wenn wir uns hier nicht angesprochen fühlen, wer dann?

“Hallo zusammen,

mein Name ist Jonas und ich bin selbstständiger Musikjournalist. Für und mit dem Radiosender WDR3 plane ich einen Podcast über das Hören und Klang generell. In jeder Podcast-Folge soll es um einen grundsätzlichen Aspekt dieses großen Themas gehen. Dafür werde ich mit den verschiedensten Experten sprechen und viele Stimmen zusammentragen, um so nach und nach zu verstehen: Was machen Klänge mit uns Menschen? Warum hören wir? und vieles, vieles mehr. Neben all diesen Experten soll immer wieder auch jemand zu Wort kommen, der oder die eine ganz eigene Perspektive auf das Thema mitbringt – nämlich jemand, der kaum oder gar nicht hört. (Ich fände es engstirnig über das Hören zu sprechen, ohne dass jemand zu Wort kommt, der weiß, wie es ist, nichts zu hören.)

Ich habe für den WDR ein grobes Konzept formuliert und das unten an diesen Text angehängt. Falls es Dich interessiert, ließ es gerne durch. Und vielleicht hast Du ja auch Interesse an dem Projekt und Lust mitzumachen. Das würde mich sehr freuen. Vorraussetzung ist für mich eigentlich nur, dass du irgendwann mal reflektiert über das Hören und Klang nachgedacht hast und bereit bist, über deine Gedanken und Erfahrungen zu sprechen.

Was bedeutet das an Aufwand für Dich? Bis ins kleinste Details ist das Konzept noch nicht geplant, was bedeutet, dass wir uns vor dem Start gut abstimmen können, wie oft wir uns sehen und sprechen. Vorbereiten musst Du nichts, es geht vor allem um Gespräche, vielleicht auch mal, dass ich Dich durch den Tag begleite.

Unten im Text wirst Du viele Fragen entdecken, die ich aufgeschrieben habe und klären möchte. Es ist auf keinen Fall nötig, dass Du zu jedem Thema etwas zu sagen hast. Da ich immer auch mit vielen Experten aus der Wissenschaft sprechen werde, kommt es vor allem auf Deine Erfahrungen und Sichtweise an.

Wenn Du Interesse hast, melde Dich gerne bei mir, entweder per Mail (jonas.zerweck (at) tu-dortmund.de) oder über meine Handynummer (0151/70031911 (telefonisch, SMS, WhatsApp – wie Du magst)).”

Das Konzept:

Wir Menschen klingen. Unsere Umwelt klingt. Wir sprechen und singen. Wir machen Musik durch Schlagen, Zupfen, Streichen und Pusten. Wir hören die Klänge unserer Umwelt – und manchmal hören wir auf zuzuhören.

Die Beziehung zwischen Klang und Mensch geht über unsere Kommunikation und Musik hinaus. Klänge bestimmen unser Sein, retten immer wieder Leben und verändern uns. Doch ihn wahrzunehmen, ist heute trotz all dem nicht wirklich lebenswichtig. Viele taube und schwerhörige Menschen kommen in und mit ihrem Leben zurecht – wenn auch mit vielen Hindernissen. Den meisten hilft dabei die Technik und die wird immer besser: Spezielle Hörgeräte lassen taube und ertaubte Menschen (wieder) hören.

Mit diesem Podcast, der mit dem vorliegenden Konzept grob dargestellt und umrissen wird, soll das komplexe und weite Themenfeld “Klang und Mensch” erschlossen werden. In mehreren Folgen sollen die verschiedenen Aspekte und Bereiche näher verstanden werden. Um einen Zusammenhang zu schaffen, soll ein Protagonist begleitet werden, der sehr schwerhörig oder vollständig taub ist. (Ich spreche hier und im Folgenden immer über diese Person in der männlichen Form. Das Geschlecht der Person spielt aber keine Rolle.)

Gemeinsam sollen Fragen besprochen werden wir: Welche Bedeutung haben Klänge in unserem gesellschaftlichen Leben heute und für die Person persönlich? Wie bestimmen sie unser Zusammenleben? Wie verändert sich die Wahrnehmung auch mittel- bis langfristig der ganzen (Um)Welt, wenn man (wieder) hört? Wie und wie stark bestimmen Klänge unsere Gefühle?

Durch das Begleiten des Protagonisten und die Gespräche soll es pro Folge jeweils um eines der unten vorgestellten Themenbereiche gehen, sodass, sich von der Hautgeschichte lösend, das jeweilige Thema der Folge anhand von Gesprächen mit Experten, Sprechertexten des “Podcast- Hosts” und anderen Elementen erschlossen wird.

Der Podcast-Host/Moderator führt den Hörer durch die Folgen und lernt gewissermaßen mit den Hörern zusammen die verschiedenen Themenbereiche kennen. Seine Haltung ist daher nicht allwissend wie in einem gebauten Beitrag, sondern eher neugierig, fragend, entdeckend.

Die möglichen Themen der Podcast-Folgen lassen sich jeweils durch die folgenden Fragen näher beschreiben:

1. Warum hören wir überhaupt? Welchen Nutzen hat das für uns? Wurde die Entwicklung des Hörens durch die Bedingungen unserer Umwelt begünstigt, oder hätten wir es auch entwickelt, wenn wir Menschen unter anderen Bedingungen entstanden wären? & Welche Bedeutung hat “Klang” für den Menschen und mit welchen “Arten” von Klang haben wir zu tun?

2. Was löst Klang in uns aus? Und warum löst er “es” in uns aus? Welche Faktoren wirken, wenn wir hören? Was läuft bei Alarmsignalen in uns ab? Wie werden diese Mechanismen in unserer Gesellschaft genutzt/ausgenutzt? Wie in der Musik?

3. Welche Funktion(en) hat der Klang in seinen verschiedenen Funktionen gesellschaftlich in der Vergangenheit gehabt und heute? Warum machen wir Musik? Wieso entwickeln wir ständig neue Arten der Musik? Wieso haben Menschen das Bedürfnis sich (künstlerisch) auszudrücken? Wie funktioniert es, dass ein künstlerischer Ausdruck auf der Basis von Schallwellen stattfindet?

4. Was prägt unsere subjektive Wahrnehmung von Klang? Wie entstehen Musikgeschmäcker? Warum unterscheiden sie sich so stark? Welche Auswirkungen hat der jeweilige Musikgeschmack auf uns als Individuen?

5. Wie stark wirkt Klang auf uns? Was ist alles durch Therapien mit Klang und Musik zu erreichen? Wieso wirkt Musik auf Personen unterschiedlich? Schadet es uns körperlich, wenn wir nichts hören? Lassen sich Menschen durch Klang verführen für z.B. Werbung oder in Kaufhäusern?

Um dem Thema Klang und Mensch in seiner Breite möglichst gerecht zu werden, sollen auch die Experten aus möglichst unterschiedlichen Bereichen kommen. Von Audiologen, Pädaudiologen, Therapeuten und Medizinern über Musikethnologen, -wissenschaftlern und -historikern bis hin zu Soziologen, Ästhetikern und auch Musikern aus den verschiedenen Bereichen selbst.

Das Ich im Wir – Ein Gedicht

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Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten Erlebnisse festzuhalten. Ich denke da an Fotos, Tonaufnahmen… Achtung, großer Sprung… Fossilien in Bernstein, das Markieren der Größe am Türrahmen, Gipsabdrücke, vieles mehr und eben Gedichte.

Während der Blogwerkstatt 7 in Berlin haben wir so viele Dinge, auf so vielen unterschiedlichen Ebenen erlebt, das muss ich erst einmal verarbeiten.

Und so ist das Gedicht entstanden:

Das Ich im Wir 

In eine Traumwelt habe ich mich begeben.

Der Weg dorthin war ein wenig beschwerlich,

doch ein Zauber hat mir Kraft gegeben.

Anders bewegen als im Alltag bekannt.

Große Bewegungen und kleine,

langsame und schnelle von Fuß bis Hand.

Nicht so viele Gedanken, einfach machen!

Nicht so viel Ernsthaftigkeit , einfach mal lachen!

Die Komposition der Bewegungen wirkt weiter

und ich halte inne, wenn ich mich auf das Ich im Wir besinne.

Gesa Temmelmann

 

 

 

Das Ich im Wir…

2
Okt
9
rannika

Wenn man früh morgens aus dem Bett aufsteht und das Pegel der Vorfreude immer weiter nach oben steigt, sobald man im Zug oder Auto sitzt, dann ist wieder klar, dass eine neue Blogwerkstatt vor der Tür steht. Das Ziel dieses Mal: Berlin, unsere Bundeshauptstadt und ein ganz heißes Pflaster was die Sache mit der Schwerhörigkeit anbelangt. Es standen fünf Tage an. Fünf Tage mit Gleichgesinnten zusammen zu sein: Das heißt sich auszutauschen über seine Erlebnisse im Alltag, sich gegenseitig Tipps und Ratschläge zu geben oder auch voneinander zu profitieren und zu lernen. Kurz gesagt, gelebte Selbsthilfe eben. Dann natürlich alte Gesichter wiedersehen und neue Gesichter kennenlernen; Spaß haben und tanzen.

Das Motto dieses Mal lautete: Tanztheater Level 2 – Du gehörst zum Wir! Es sollte eine Fortsetzung zur Blogwerkstatt 5 sein, welche in Kassel stattfand und auch das Thema Tanztheater hatte. Dort stand das WIR im Fokus. Dieses Mal in Berlin ging es um das ICH. Roman Windisch gab uns hierzu am ersten Tag folgende Frage mit auf den Weg, mit der wir uns die Tage über beschäftigten: Wer bist DU im WIR? und auch das wir ihm und uns selbst vertrauen sollen. Wohin das alles hinführen wird, wussten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es ging in den fünf Tagen darum, aus uns herauszukommen, neue Bewegungen auszuprobieren. Sich selber spüren oder auch zu spüren was sich noch alles so in einem selbst versteckt, was bis dahin noch unentdeckt blieb. Wir arbeiteten in Kleingruppen. Dabei ging es darum, sich selbst zu finden und sich gleichzeitig mit der Kleingruppe auseinanderzusetzen, auf der Suche nach dem eigenen ICH. Die meiste Zeit waren wir in den Räumen der Tanztangente.

Doch nein, wir versteckten uns nicht. So machten wir uns zwei Mal auf den Weg, den Botanischen Garten zu besuchen. Dort vertieften wir unsere Choreographien weiter. Es waren für alle total neue Erfahrungen. Denn wer fängt plötzlich in der Öffentlichkeit einfach so an zu tanzen? Blicke der anderen Besucher und Besucherinnen des Botanischen Gartens waren somit vorprogrammiert. Doch wer am Anfang noch Sorge hatte, dass wir dabei bei unseren Bewegungen beobachten werden und am liebsten im Boden versunken wäre, wurde eines Besseren belehrt. Zumindest mir ging es so. Man ist so fokussiert auf sich selbst, da ist es ganz egal wo man gerade ist und wie man sich bewegt. Die Eindrücke der Umwelt werden zwar wahr genommen, wie beispielsweise der Wind, die Menschen, das Gras, der Himmel und die Erde oder auch das Wetter (das erste Mal traumhaft sonnig, das zweite Mal nasskalt und regnerisch), aber man wird Eins mit sich selbst. Man vergisst alles um sich rum, bis der Tanz zu Ende ist. Ganz nach dem Motto von Fred Astaire: „Tanzen ist Träumen mit den Füßen“.

Damit das Tanzen nicht zu einseitig wird für uns, wurden wir an einem Nachmittag mit dem Auftrag überrascht in 70 Minuten ein Musikvideo zu drehen, zum Lied „Die Fantastischen Vier – Zusammen feat Clueso“, das nicht geschnitten wird. Das bedeutete für alle Beteiligten volle Konzentration von Anfang bis zum Ende. Wir haben uns alle so sehr in unseren Auftrag gestürzt. Das Ergebnis ist der Hammer! Es war für uns alle sehr positiv und überraschend anzusehen, wie wandelbar wir sind.

Doch auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen. Das unbeschreibliche Gefühl der Gemeinschaft. Gruppenkuscheln. Wärme spüren. Berlin erleben. Die Zeit der Blogwerkstatt 7 fiel auf die Tage vor dem 3. Oktober. Der Feiertag für Deutschland und wir an dem Ort wo vor 28 Jahren Geschichte geschrieben wurde. Der Tag der deutschen Einheit und auch wir merkten, wir sind eine Einheit und trotzdem ICH. Eine Einheit deshalb, weil die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich anreisten. Die Tage vergingen wie im Flug und viel zu schnell mussten wir wieder voneinander Abschied nehmen. Aber das Gefühl und die Erlebnisse der letzten Tage lassen einen gestärkt in den Alltag zurückkehren.

 

 

Queer und Hörgeschädigt – na und?

0
Sep
10
sandy

Es sind noch Plätze frei. Anmeldefrist ist bis 14.Oktober verlängert

Du bist lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersexuell (LSBTI*) bzw. queer und schwerhörig oder gehörlos? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig, denn vom 16. – 18. November 2018 veranstalten wir ein Wochenende für alle jungen Leute von 18 bis 30+ Jahren, die „doppelt anders“ sind!

Zum ersten Mal gibt es jetzt ein solches Angebot in Deutschland, das explizit für lesbische, schwule, bi-, trans-, intersexuelle junge Schwerhörige und Gehörlose da ist. Hier trefft ihr für ein Wochenende nicht nur auf schwerhörige junge Menschen sondern auf neue schwerhörige Freundinnen und Freunde, die genauso wie du LSBTIQ* sind!

Ist das der richtige Workshop für mich?

Plakat: Jung? Queer? Hörgeschädigt? / Empowerment-Wochenende für junge LSBTIQ* in Bayreuth / Workshops + Freizeit / Kontakte + Gemeinschaft / Inklusion + Nachtcafé / 16 - 18. November 2018

  • Selbstbewusstsein: bist du dir manchmal unsicher, selbstbewusst dazu zu stehen doppelt „anders“ zu sein?
  • Diskriminierungen: wurdest du schon einmal aufgrund deines Handicaps oder deiner Sexualität diskriminiert, beleidigt oder sogar angegriffen? Willst du wissen, was du tun kannst, um in bestimmten Situationen nicht benachteiligt zu werden, weil du (doppelt) „anders“ bist?
  • Kommunikation: bist du dir manchmal unsicher, wie du mit schwierigen akustischen Situationen umgehen sollst? Dein Gegenüber nimmt keine Rücksicht auf deine Schwerhörigkeit? Du hast dich wegen deines Handicaps nicht getraut, den süßen Typen neulich auf der Party anzusprechen?
  • Du möchtest neue Freund*innen kennenlernen, die nicht nur auch LSBTIQ* sind sondern genauso wie du auch ein Hör-Handicap haben?

Wenn Du auch nur eine der Fragen mit „Ja!“ beantwortet hast, dann bist du auf jeden Fall richtig!

Empowerment: Selbstbewusst zum „Anders sein“ stehen!

© Minka K. Gaber
© Minka K. Gaber

Das Wochenende steht unter dem Motto Empowerment! Deswegen haben wir zwei Expertinnen eingeladen, die sich super ergänzen werden und zusammen mit uns für euch ein spannendes Programm ausgearbeitet haben: Minka K. Gaber aus Berlin und Jana Verheyen aus Hamburg.

Minka ist selbst queer, hat sehr viel Erfahrung in der Durchführung echter Empowerment-Workshops und wird mit uns zusammen Strategien gegen Diskriminierung in Alltag, Schule, Studium und Beruf erarbeiten. Wir wollen, dass ihr selbstbewusst zu eurem Hör-Handicap und eurer Sexualität stehen könnt, weswegen wir auch diesem Thema einen geschützen Raum für Diskussion und Empowerment geben.

Zum Selbstbewusst sein gehört auch eine selbstbewusste Kommunikation – und gerade wir Hörgeschädigte brauchen hierfür die richtigen, schlauen Strategien, um taktisch positiv zu kommunizieren. Deswegen haben wir Jana bei uns im Boot. Sie ist absolute Expertin rund um Kommunikationsstrategien für Hörgeschädigte, z.B.: wie steuere ich Gespräche geschickt? Wie kommuniziere ich mein Handicap taktisch gut? Deswegen wird wird Jana mit uns genau diese Strategien interaktiv erarbeiten, damit wir nicht nur bei Konflikten und schwierigen Hör-Situationen einen kühlen Kopf bewahren, sondern uns beim nächsten Mal auch trauen, den süßen Typen auf der Party anzusprechen! 😉

Jana Verheyen
© Jana Verheyen

Übrigens sind Jana und Minka beide schwerhörig und tragen Hörgeräte – sie kennen die damit verbundenen Schwierigkeiten also nicht nur aus der Außenperspektive sondern wirklich auch aus eigener Erfahrung! 😉

Bevor wir schließlich alle am Sonntag mit vielen neuen Erfahrungen, glücklich und motiviert von Kopf bis Fuß und so manchen neuen Freundschaften im Gepäck nach Hause fahren wollen wir noch ein starkes Signal setzen für eine inklusive, l(i)ebenswerte Gesellschaft ohne Diskriminierung, Hass und LSBTIQ*-Phobie. Wie? Lasst euch überraschen! 🙂

Auch Freizeit, Spaß und Inklusion kommen nicht zu kurz!

Samstag Abend haben wir zusammen mit dem AK Queer- und Genderpolitik der Uni Bayreuth für euch etwas ganz besonderes vorbereitet: ein inklusives queeres Nachtcafé! Im Glashaus auf dem Campus trefft ihr auf andere junge queere Menschen mit und ohne Handicap: nach einem gemeinsamen kurzweiligen Kennenlernprogramm habt ihr Zeit zum entspannten Austausch, Plaudern und Netzwerken.

© AK Queer Bayreuth

Im Laufe des Abends werden wir schließlich Tische und Stühle wegräumen und für gute Musik sorgen: lasst uns zusammmen abzappeln und Party machen! Und weil wir Inklusion auch wirklich leben wollen, laden wir dazu alle in Bayreuth und darüber hinaus ein, die kommen möchten – ganz egal, ob LSBTIQ* oder hetero, ob mit oder ohne Handicap, ob mit A und B oder ohne C, denn jeder Mensch ist auf seine Weise anders. Lasst uns alle zusammen feiern, denn „Anders ist normal“ und „Anders sein vereint!“ 😉

Unterkunft, Hör-Inklusion und Kosten

Zimmer in der Jugendherberge Bayreuth
© Jugendherberge Bayreuth

Die einzige Inklusions-Jugendherberge Bayerns in Bayreuth bietet uns während des Workshops ein Dach über dem Kopf, Vollpensionvon Freitag abend bis Sonntag mittag und einen großen Tagungsraum mit eingebauter Induktionsschleife, so dass ihr die Stimme des jeweiligen Sprechers direkt über die T-Spule eures Hörgeräts oder CIs hören könnt! Zusätzlich gibt es während des gesamten Wochenendes Schriftdolmetscher*innen, die alles Gesagte während der Workshops direkt auf Leinwand in Schriftsprache dolmetschen!

Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 18:00 Uhr mit dem Abendessen und endet am Sonntag nach dem Mittagessen um 13:30 Uhr.

Die Kosten für das gesamte Wochenende betragen pro Teilnehmer*in 100 Euro. Für Mitglieder ermäßigt nur 85 Euro!

Wir bezahlen eure Fahrtkosten!

Das Wochenende richtet sich explizit an alle hörgeschädigten Interessierten im deutschsprachigen Raum! Wir erstatten euch deshalb eure Fahrtkosten mit der Bahn (2. Klasse) bis zu einer Höhe von 80 Euro!

Jetzt anmelden!

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 14. Oktober 2018!

Unterstützer und Förderer

Die Durchführung dieser Veranstaltung wird ermöglicht durch:
Logo der Adalbert-Raps-Stiftung
Logo Hannchen-Mehrzweck-Stiftung
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"
Logo Bezirk Oberfranken

MOTIVATION – EINE KUNSTFORM, DIE DICH BEFREIT?

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Sep
10
sandy

Es sind noch Plätze frei. Anmeldefrist ist bis 28. September verlängert

Egal ob mit AusbildungStudiumBerufseinstieg oder Arbeit – wir jungen Hörgeschädigten stehen im Gegensatz zu Normalhörenden vor besonderen Herausforderungen. Wer kennt die Problematik nicht? Vielleicht stellst du dir öfters folgende Fragen:

  • Bin ich den Anforderungen gewachsen, die an mich gestellt werden?
  • Teile ich meine Zeit effektiv ein?
  • Manage ich schwierige Situationen gut?
  • Wie gehe ich mit dem Hörstress um?

Als ob dies nicht schon genug Herausforderungen wären, so stellt sich unsereins die Frage:

„Wie kann ich mich motivieren, wenn ich auf Hürden stoße, die durch mein Handicap größer zu sein scheinen als für Normalhörende?“

Aus diesem Anlass bietet HörEnswert e.V. einen Workshop gemeinsam mit Motivationsreferent und Weltrekordler Chris Ley. Lass dich von seinem YouTube-Video inspirieren: Das Video wird mit Untertitel angezeigt! Dazu musst du die Untertitel-Funktion aktivieren.

Bei diesem Seminar lernst du gegen die Energieräuber zu steuern und positive, motivierende Bewältigungsstrategien anzuwenden um die Alltagssituation zu entlasten und deine persönlich zur Verfügung stehende Ressourcen möglichst gut und effizient zu nutzen, aber sich dabei nicht zu überfordern.

Motivationstrainer Chris Ley (Bild: ©Chris Ley)

Empowerment: Motiviere dich selbst!

„Mit Selbstmotivation kannst du deine Ziele erreichen!“

Ein ganz zentraler Aspekt des Workshop wird dabei für dich sein: die eigene Motivation zu finden, zu lernen für dich selbst einzustehen, die eigenen Ziele zu erreichen und auch bei Widerständen und Hürden nicht aufzugeben, sondern im Gegenteil, dich selbst nachhaltig zu motivieren!

Location, Hör-Inklusion und Kosten

Der Workshop wird vom 5.-7. Oktober 2018 im Jugendbildungshaus am Knock in Teuschnitz im wunderschönen Frankenwald stattfinden. Damit es dir rund um den Empowermentworkshop auch wirklich an nichts mangelt, haben wir für dich alles erdenkliche organisiert. Mit Vollpension sorgen wir dafür, dass du stets volle Energiespeicher hast, um beim Workshop alles geben zu können und möglichst viel mit zu nehmen. Zusätzlich haben wir  im Sinne der Barrierefreiheit Schriftdolmetscher*innen organisiert, die zusätzlich zu einer FM-Anlage dafür sorgen, dass das gesprochene Wort während des Workshops direkt live auf die Leinwand in Schriftsprache gedolmetscht wird.

Du fragst dich, was mag das kosten? Motivationsredner sind nicht günstig – ja – aber Dank Fördergeber, die wir für diesen Workshop gewinnen konnten, entsteht für dich lediglich ein Unkostenbeitrag von 80 € für Mitglieder und 100 € für Nichtmitglieder. Darin ist der Motivationsworkshop inklusive Unterkunft und Verpflegung für das gesamte Wochenende enthalten. Zusätzlich könnt ihr eure Fahrtkosten mit der Bahn (2. Klasse) bis zu einer Höhe von 80 € bezuschussenlassen!

Das Wochenende richtet sich an alle Hörgeschädigte im deutschsprachigen Raum!

JETZT ANMELDEN!

 

Das wichtigste in Kürze:

Wo findet das statt?
Jugendhaus am Knock
Dr. Karl Braun Straße 1
96358 Teuschnitz

Um wieviel Uhr beginnt und endet die Veranstaltung?
Am Freitag ist Anreise ab 17 Uhr möglich. Abendessen gibt es dann um 18:30 Uhr. Der erste Workshopteil beginnt am Samstag vormittag. Der letzte Teil endet am Sonntag um 12 Uhr, wo wir im Anschluss gemeinsam noch Mittagessen. Anschließend findet die Heimreise statt.

Komme ich mit dem Zug hin?
Mit dem Zug fährst du bis zur Station Steinbach am Wald (RE-Halt aus Richtung Nürnberg, Bamberg und Jena).
Dort wird es einen Shuttle-Service geben, der dich abholt und direkt zum Jugendhaus bringt. Am Abreisetag bringt dich der Shuttle-Service selbstverständlich wieder zum Bahnhof. Und: wir bezahlen deine Fahrtkosten bis 80 Euro! 🙂

Wie sieht es mit der Barrierefreiheit aus?
Unser Workshop wird durch zwei Schriftdolmetscher unterstützt.
Dazu haben wir auch eine Gruppen-FM-Anlage mit Induktionsspule (Fernbedienung für dein CI nicht vergessen! 😉 ).

Was kostet es?
80,- €  Mitglieder
100,- € Nichtmitglieder

Die Kosten beinhalten Unterkunft und Vollpension.

Wann ist Anmeldeschluss?
Anmeldeschluss ist Freitag, der 31. August 28. September.

Wer ermöglicht uns dieses Seminar?
Dieses Seminar wird gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände in Bayern. Auch Aktion Mensch unterstützt mit seiner Förderung diese Veranstaltung. Wir danken uns für die Unterstützung! Ohne deren Förderung wäre diese einzigartige Veranstaltung nicht möglich.

Logo der Aktion Mensch.

Sind CIs so cool wie Wakeborden?

3
Aug
5
Katja

Letztens war ich mit meinen normalhörenden Freunden Wasserskifahren in diesem Jahrhundertsommer. Leichte Abendbrise. Am Rand der Anlage sitzen Menschen und schauen zu, wie Wakeboarder und Wasserskifahrer ihre Künste zu Wasser erproben, ihre Grenzen ausprobieren, Pirouetten durch die Lüfte drehen und so mancheiner einfach mit einem lauten Platsch im Wasser landet 🙂

Und na klar sind auch ein paar Kids dabei, die einige von den Erwachsenen um mehrere Nasenlängen an Wendigkeit und Geschick voraus sind.

Während ich in den Schlange stehe, sehe ich dass eines der Kinder, das gerade Pause macht plötzlich CIs trägt. Na, Mensch!

Nach ein bisschen Hin und Herüberlegen, soll ich es ansprechen oder nicht, bin ich schließlich hin und habe das Kind angesprochen. „Findest du Wakeboarden auch so cool wie CIs?“ Leicht irritiert schauten mich die Kinderaugen an, um mich gleich zu fragen: „Wieso? Haben Sie auch CIs?“ Zum Beweis zog ich mein Sportstirnband ab, mit dem ich mein CI in seiner Wasserschutzhülle während auf dem Wasser an Ort und Stelle halte. Und dann sagte er voller Stolz: „Das ist schon toll, dass es so eine tolle Entwicklung gibt. Können Sie auch Gebärdensprache?“ Dann haben wir mit unseren Händen unsere Namen buchstabiert und noch ein bisschen über Schule geredet und uns noch viel Spaß gewünscht.

Ach, wie cool.

So drehte ich noch weiter meine Runden auf meinen Brettern. Als die Sonne sich langsam dem Horizont und den Bäumen näherte und ich für die letzte Runde in der Schlange stand, tippte mich jemand am Arm an. Ich drehte mich um, das Kind grinste mich an und fragte mich, ob ich noch höre. Ja, antwortete ich. Das Kind: „Ich gebe dir mal einen Tipp! Nimm mal das CI ab und fahre so. Dann kannst du dich besser konzentrieren und du fährst noch besser!“ Gesagt getan! Der Start gelang, und das Schönste war die Stille in Freude bei untergehender Sonne zu genießen!